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25 Jahre Rechtsanwältin Frau Roth-Rahner an der Robert-Schuman-Schule

Klasse W3RE mit Jubilarin Frau Roth-Rahner, Klassenlehrerin Inge Schaaf und Abteilungsleiter Carsten Klagmann

 

Am 11. September 2020 konnte Frau Roth-Rahner, Rechtsanwältin, an der Robert-Schuman-Schule ihr 25-jähriges Dienstjubiläum als Lehrerin feiern. Herr Rother als neuer Schulleiter überreichte ihr die Urkunde und auch Abteilungsleiter Carsten Klagmann gratulierte herzlich. Frau Roth-Rahner unterrichtet die Rechtsfächer bei den Rechtsanwaltsfachangestellten, der öffentlichen Verwaltung und bei den Veranstaltungskaufleuten. Aus diesem Anlass führte die Klasse W3RE ein Interview mit Frau Roth-Rahner.

 

W3RE: Was hat Sie bewegt, in der Robert-Schuman-Schule zu unterrichten?

RAin Frau Roth-Rahner: Ein befreundeter Rechtsanwalt, der schon an der Schule unterrichtet hat, hat mich informiert, dass eine Stelle ausgeschrieben ist. Für mich war es eine neue Aufgabe und ich wusste nicht, was auf mich zukommt.

W3RE: Wie schaffen Sie es, Kanzlei und Schule unter einen Hut zu bringen und trotzdem so entspannt zu wirken?

RAin Frau Roth-Rahner: In der Kanzlei gibt es nicht mehr so viel zu tun. Mein Arbeitsschwerpunkt liegt nun in der Schule. Ich gehe gern in die Schule. Es macht es leichter, dass ich so gut wie keine Schüler habe, die Stress machen.

W3RE: Was wären Sie geworden, wenn Sie nicht Rechtsanwältin geworden wären?

RAin Frau Roth-Rahner: Auf jeden Fall habe ich auf ein naturwissenschaftliches Studium gesetzt, weil ich diese Fächer in der Schule mochte. Zunächst wollte ich Vermessungsingenieurin werden. Dann wurde es Jura.

W3RE: Haben Sie die juristische Laufbahn jemals bereut?

RAin Frau Roth-Rahner: Nein – natürlich hatte auch ich beim Studium mal einen „Durchhänger“. Trotzdem hat es mir so gut wie immer Spaß gemacht. Als Juristin zu arbeiten – das ist meins.

W3RE: Was ist Ihr Lebensmotto?

RAin Frau Roth-Rahner: Neugierig durch das Leben gehen, nie stehen bleiben und offen sein! Dabei fällt mir ein, dass ich zuhause ein Schild habe, auf dem steht: “Beginne den Tag mit einem Lächeln“. Der Spruch passt auch gut zu mir.

W3RE: Erinnern Sie sich an ein besonderes Erlebnis während 25 Jahren Schule?

RAin Frau Roth-Rahner: Negativ war ein raffiniert gemachter Spickzettel mit ganz hellgrauer Schrift, den ich fast nicht erkannt habe. Der Schülerin hätte ich das nicht zugetraut. Positiv bleibt mir in Erinnerung ein Erlebnis auf einer Abschlussfeier bei den Veranstaltern. Da war ich Klassenlehrerin und habe nicht wie es Brauch ist, einen Blumenstrauß von meiner Klasse auf der Bühne erhalten. Umso größer war die Freude, als ein Schüler der Klasse ein auf mich umgedichteten Song mit Gitarrenbegleitung vorgetragen hat.

W3RE: Können Sie uns als Schüler einen wichtigen Rat für das Berufsleben und allgemein für das Leben mitgeben?

RAin Frau Roth-Rahner: Beruflich – den Beruf als Berufung zu sehen. Dazu fällt mir etwas ein, wenn man sein Hobby zum Beruf macht, arbeitet man nie. Privat ist es wichtig, über das, was man erreicht hat, zufrieden zu sein.

W3RE: Wie stellen Sie sich die Schule der Zukunft vor?

RAin Frau Roth-Rahner: Wichtig ist für mich der Präsenzunterricht, Kontakt mit den Schülern aufzubauen. Trotzdem wird in Zukunft mehr über die Medien passieren, z.B. werden Bücher online zur Verfügung stehen und die Schüler sind vielleicht nicht mehr jeden Tag in der Schule.

W3RE: Und gibt es noch etwas, was Sie uns sagen wollten?

RAin Frau Roth-Rahner: Wichtig ist die positive Einstellung. Jeder sollte aus seinen eigenen Möglichkeiten das Beste aus sich herausholen. Denkt an eine gute Vorbereitung für die Abschlussprüfung, am besten ab sofort die Freizeit herunterfahren (mit einem Augenzwinkern)!

W3RE: Wollten Sie eigentlich Familienrecht von Anfang machen?

RAin Frau Roth-Rahner: Eigentlich habe ich mit der Kriminologie angefangen, aber dafür wohne ich nicht in der richtigen Gegend, wo viel passiert. Inzwischen bin ich breit aufgestellt; ich mache vieles von Verkehrs- bis Arbeitsrecht und natürlich Scheidungen.

W3RE: Vielen Dank für das interessante Interview und Ihre persönlichen Worte.