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Raus in die Natur statt Homeoffice und Online-Kurse

Von BT-Redakteur

Nico Fricke

Artikel aus dem Badischen Tagblatt von Mittwoch, 10. März 2021

Baden-Baden – Raus in die Natur statt Homeoffice und Online-Kurse: Fünf angehende Veranstaltungskaufleute der Robert-Schuman-Schule verlegen ihre Projektarbeit ins Freie und lassen auch die Bürger an ihrer Geocaching Tour teilhaben. „Dirt Project“ nennen sie ihre Abenteuerunde, die – Corona lässt grüßen – ganz im Zeichen eines Virus steht.

„Es ist Teil unserer Ausbildung, ein Event zu planen und auf die Beine zu stellen“, erklärt Projektleiter Fabian Breitenbach. Doch in Zeiten des Lockdowns und der Kontaktbeschränkungen sei das natürlich schwierig. „Aber mit einer reinen Online-Veranstaltung wollten wir uns nicht zufriedengeben“, sagt der 20-Jährige. Deshalb sei die Idee für eine Geocaching-Tour mit sieben Stationen im Bereich rund um die Euraka (Cité) und die Robert-Schuman-Schule (Weststadt) entstanden. So wollen die fünf Berufsschüler, die aus unterschiedlichen Ecken Baden-Württembergs stammen und sich in Baden-Baden an der Schule kennengelernt haben, gegen die Langeweile während des Lockdowns ankämpfen.

„Ein spannendes Abenteuer“ versprechen die Auszubildenden den Teilnehmern. Die werden über kleine Filmbeiträge an den einzelnen Stationen in die Geschichte hineingezogen und so auch von Standort zu Standort gelotst. „Man bekommt auch die Koordinaten“, erklärt Breitenbach den Spielablauf: „Was die Teilnehmer benötigen, ist ein Smartphone mit QR-Codescanner.“ Darüber gibt es alle weiteren Informationen.

Die Geschichte haben sich die fünf Auszubildenden selbst ausgedacht und auch ein Drehbuch geschrieben. Nun wurden die Filmsequenzen abgedreht und aufbereitet, eine Homepage gestaltet, Plakate gedruckt und Sponsoren gesucht. „Alles Bestandteile unseres späteren Berufslebens“, sagt Breitenbach.

Die Story der Tour hat, wie könnte es anders sein, natürlich etwas mit einem Virus zu tun. Und so viel sei verraten: Die Teilnehmer suchen nach einem Heilmittel. Und einen pädagogischen Aspekt gibt es auch noch: Die Videos sollen die Pandemieregeln vermitteln und für mehr Verständnis sorgen, erklärt Breitenbach. Ziel ist es, alle Stationen zu finden und zum Schluss ein Rätsel zu beantworten, was für ein Gewinnspiel mit Preisen qualifiziert.

„Wir haben die Tour darauf ausgerichtet, dass sie auch während der Kontaktbeschränkungen stattfinden kann“, betont Breitenbach: Allein, in der Familie oder mit einer zusätzlichen Person – je nach derzeit geltender Verordnung. „Offen ist sie für alle, die in dieser Zeit mal wieder raus in die Natur wollen und dabei ein spannendes Abenteuer erleben möchten.“ Wie lange benötigt man für die sieben Stationen? „So zwei, drei Stunden“, schätzt Breitenbach: „Wie bei einer kleinen Wanderung.“ Möglichst viele Menschen wollen die fünf Organisatoren als Teilnehmer gewinnen.

Freigeschaltet ist die Tour vom 15. bis 25. März. „In dieser Zeit sind wir auch vor Ort, um technische Hilfestellung geben zu können, falls es zu Problemen kommt“, sagt Breitenbach. Zur Tour anmelden müssen sich Interessierte über den auf den Plakaten zu findenden QR-Code oder über die Homepage.